Missbrauchs­erfahrungen & Trauma­therapie in Gratwein

Möchtest du dich wieder sicher und entspannt fühlen?

Was passiert in einer Traumatherapie?

Traumatherapeutisch zu arbeiten bedeutet, noch achtsamer mit dir umzugehen als in einer „normalen“ Psychotherapie – dein Tempo, deine Grenzen, dein Weg.

Zuerst: Sicherheit

Bevor wir in die eigentliche Traumaarbeit gehen, schaffen wir gemeinsam eine Basis. Du sollst dich bei mir sicher und gesehen fühlen – das ist die Voraussetzung für alles andere.

Traumaarbeit mit Körper und Geist

Traumata setzen sich im Körper fest und werden dort gelöst. Deshalb beziehe ich neben dem Gespräch auch dein Nervensystem mit ein – durch Methoden von Somatic Experiencing®, Ego-State-Therapie, Atemübungen oder langsame Bewegungen. Immer nur so weit, wie du bereit bist.

Deine Geschichte gehört dir

Du musst mir nichts erzählen. Wenn du möchtest, höre ich zu – aber es ist keine Voraussetzung für die Arbeit miteinander.

Dein Tempo zählt

Bei einem Trauma warst du irgendwie ausgeliefert. In unserer Arbeit bestimmst du. Ich begleite dich so, dass deine Grenzen jederzeit gewahrt bleiben.

Was ist ein Trauma und wie entsteht es?

Ein Trauma ist eine Wunde, die dein Leben wesentlich beeinträchtigt . Es hängt nicht vom Erlebnis selbst ab, sondern wie es dich trifft.

Ein Erlebnis oder viele kleine Dinge

Traumata entstehen durch ein einzelnes erschütterndes Ereignis oder durch viele kleinere oder größere Dinge, die sich über einen längeren Zeitraum ansammeln. Beides ist möglich, beides ist real.

Es kann jeden treffen

Diese Dinge können sowohl in der Kindheit, als auch später im Leben vorkommen. Dazu gehört unter anderem sexuelle, körperliche, verbale, emotionale, finanzielle oder religiöse Missbrauchserfahrungen. Oft auch gemischt.

Deine Reaktion ist keine Schwäche

Ob dramatische Erlebnisse wie z.B. Unfälle, Naturkatastrophen, sexuelle Übergriffe, ständige (laute) Konflikte und anderes zu einem Trauma führen, ist nicht zwangsläufig gleich. Manche Menschen verarbeiten manche Dinge anders als andere. Deshalb können auch vermeintlich kleinere Dinge wie ein Autounfall, Angst bis zu Trauma auslösen und dramatische Erlebnisse nicht zu einer Traumafolgestörung führen.

Wir finden gemeinsam heraus, was du brauchst

Je nach Auslöser zeigt sich ein Trauma anders und braucht eine andere Begleitung. Gemeinsam schauen wir, wo du stehst – damit du deine Erfahrungen integrieren und ein selbstbestimmtes Leben zurückbekommen kannst.

Wie sich ein Trauma zeigen kann

Traumata zeigen sich bei jedem Menschen anders. Manche Symptome sind offensichtlich, andere schleichen sich so langsam ins Leben, dass man sie kaum noch als Folge eines Erlebnisses erkennt.

Du muss nicht von allen betroffen sein, um ein Trauma zu haben.

Ich begleite dich achtsam, sicher und klar durch deinen Prozess.

Du bist dir nicht sicher, ob dein Thema dabei ist? Melde dich einfach. Wir finden gemeinsam heraus, ob und wie ich dir helfen kann.

Im Erleben und in der Wahrnehmung
  • Flashbacks oder aufdringliche Bilder, die plötzlich auftauchen
  • Albträume oder Schlafstörungen
  • Das Gefühl, neben sich zu stehen oder sich selbst nicht zu spüren (Dissoziation)
  • Taubheitsgefühl — emotional oder körperlich
  • Ständige Anspannung, Zittern, Herzrasen ohne erkennbaren Grund
  • Übermäßige Schreckhaftigkeit
  • Körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund
  • Das Gefühl, nie wirklich zur Ruhe zu kommen
  • Vermeidung von Situationen, Orten oder Menschen die an das Erlebnis erinnern
  • Rückzug und das Gefühl, anderen nicht wirklich nah sein zu können
  • Schwierigkeiten, Beziehungen aufzubauen oder aufrechtzuerhalten
  • Immer wieder ähnliche Situationen anziehen oder in ähnliche Muster fallen
  • Tiefes Scham- oder Schuldgefühl, das sich nicht logisch erklären lässt
  • Das Gefühl, minderwertig, kaputt oder anders zu sein als andere
  • Schwierigkeiten, sich selbst zu vertrauen oder eigene Bedürfnisse zu spüren
  • Den Sinn im Leben verloren haben

Vereinbare ein kostenloses Erstgespräch

Fühlst du dich angesprochen? Dann mach gerne einen Termin für ein unverbindliches, kostenloses Gespräch zum Kennenlernen aus. In diesem Telefonat haben wir ca. 10-15 Minuten Zeit, um dein Anliegen zu besprechen und herauszufinden, wie ich dich auf deinem Weg unterstützen kann.

Ich freue mich auf dich!

Astrid Luise Weinhofer

Habe ich ein Trauma?

Nicht jedes belastende Erlebnis führt zu einem Trauma oder einer Traumafolgestörung, aber jedes Erlebnis, das dein Leben wesentlich beeinträchtigt und das du nicht einfach hinter dir lassen kannst, verdient Aufmerksamkeit. Du musst keine Diagnose haben und kein „klassisches“ Trauma erlebt haben, um Hilfe zu bekommen. Wenn du merkst, dass dich etwas belastet, reicht das.

Kurz nach einem belastenden Erlebnis ist es völlig normal, dass du dich nicht gut fühlst. Dein System verarbeitet gerade etwas. Das nennt sich akute Belastungsreaktion und klingt meistens von selbst ab. Psychotherapie kann entlastend sein, ist aber nicht zwingend notwendig.

Von einer Anpassungsstörung spricht man, wenn die Symptome innerhalb eines Monats nach dem Ereignis beginnen und nicht länger als sechs Monate anhalten.

Wenn die Symptome länger anhalten, und dein Alltag, deine Beziehungen oder dein Selbstbild dauerhaft beeinträchtigt sind, dann spricht man von einer Traumafolgestörung. Die häufigsten Formen sind:

  • PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung): Oft nach einem einzelnen, klar benennbaren Ereignis. z.B. einem Unfall, einem Übergriff oder einer Naturkatastrophe.
  • Komplexe PTBS (kPTBS): Entsteht durch wiederholte oder langanhaltende Erlebnisse, denen man nicht entkommen konnte. z.B. Missbrauch in der Kindheit, häusliche Gewalt oder emotionale Vernachlässigung.

Du musst das nicht selbst einordnen können. Wir schauen gemeinsam, wo du stehst und was du brauchst.

Missbrauch bedeutet, dass jemand Macht über dich ausgeübt hat auf eine Art, die dir geschadet hat. Oft passiert über einen längeren Zeitraum und oft durch Menschen, denen du vertraut hast. Es gibt viele Formen:

  • Sexueller Missbrauch: Ungewollte sexuelle Handlungen, Übergriffe oder Grenzverletzungen, auch ohne körperlichen Kontakt.
  • Körperlicher Missbrauch: Schläge, Festhalten, körperliche Bestrafungen oder andere Formen körperlicher Gewalt.
  • Emotionaler Missbrauch: Ständige Kritik, Demütigung, Manipulation, Liebesentzug oder das systematische Untergraben deines Selbstwerts.
  • Verbaler Missbrauch: Beschimpfungen, Drohungen, Anschreien. Worte, die verletzen und Spuren hinterlassen.
  • Finanzieller Missbrauch: Kontrolle über dein Geld, wirtschaftliche Abhängigkeit, das Ausnutzen deiner finanziellen Situation oder auch Armut in der Kindheit.
  • Religiöser oder spiritueller Missbrauch: Wenn Glaube, Gemeinschaft oder religiöse Autoritäten genutzt werden, um dich zu kontrollieren, zu beschämen oder gefügig zu machen.
  • Bindungstrauma: Es entsteht, wenn in der frühen Kindheit keine sichere, verlässliche Bindung zu einer Bezugsperson möglich war und du z.B. Vernachlässigung, emotionale Nichtverfügbarkeit oder ständigen Wechsel von Bezugspersonen erlebt hast. Das prägt, wie du dich selbst siehst und wie du heute Beziehungen erlebst.

 

Missbrauch hinterlässt immer Spuren. Auch wenn du dir nicht sicher bist, ob „es schlimm genug war“. Ich begleite dich auf deinem Weg zur Heilung.

Ja und das wird noch immer unterschätzt. Trauma zeigt sich nicht immer als klassische PTBS. Oft manifestiert es sich erst verzögert und in einem ganz anderen Bild. Häufige Folgeerkrankungen sind:

Depression, Burnout, Angststörungen, Essstörungen, Alkoholabhängigkeit oder Medikamentenmissbrauch, somatoforme Störungen (körperliche Beschwerden ohne medizinischen Befund), dissoziative Störungen oder bestimmte Persönlichkeitsstörungen.

Manchmal vergehen Monate oder Jahre zwischen dem traumatischen Erlebnis und dem Auftreten dieser Symptome. Man spricht dann von einem Delayed Onset. Wenn du also eine dieser Diagnosen hast und dich fragst, ob da noch etwas anderes dahintersteckt: Diese Frage lohnt sich und wir beantworten sie gemeinsam.

Nein. Du musst mir deine Geschichte nicht erzählen und schon gar nicht sofort. Traumatherapie bedeutet nicht, dass du alles nochmal durchleben musst, damit es besser wird. Manche Menschen verarbeiten ihr Trauma ohne je die Details auszusprechen. Manche wollen bewusst darüber reden.

Was zählt ist dein Tempo, deine Bereitschaft und das Gefühl, dass du bei mir sicher bist. Alles andere ergibt sich.

Das lässt sich nicht pauschal sagen und ist sehr individuell. Manche Menschen spüren nach wenigen Sitzungen eine Erleichterung, andere brauchen länger. Je nachdem was du erlebt hast, wie lange es schon da ist und was du gerade im Leben trägst, braucht es länger oder kürzer, bis du vertrauen zu dir und in die Welt aufbaust.

Was ich dir versprechen kann: Ich begleite dich auf einem Weg achtsam und in deinem Tempo und werde deine Grenzen immer wahren.

Ich bin derzeit als Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision tätig. Deshalb werden meine Leistungen von den österreichischen Krankenkassen noch nicht übernommen.

Viele private Zusatzversicherungen, die SVS über den Gesundheitshunderter oder zum Beispiel ÖHs über den Mental Health Fonds zahlen einen Anteil.